Fair Fashion - eine betriebswirtschaftliche Analyse

 

Clubabend, Marketing Club Magdeburg, 21. August im Maritim Hotel

Wie kann es sein, dass ein T-Shirt nicht mehr kostet als eine Tasse Kaffee? Kann Nachhaltigkeit ein Wachstumsmotor sein? Mit diesen Fragen hat sich Elisabeth Peymann in ihrer Bachelorarbeit befasst. Der Marketing Club Magdeburg hat sie am Dienstag, 21. August,  als Referentin zum Clubabend ins Maritim Hotel eingeladen.

Die frische Absolventin der Hochschule Magdeburg-Stendal hat Betriebswirtschaft studiert und plant zum Jahresende auf dem Breiten Weg ein Modegeschäft zu eröffnen.

Nach ihren Recherchen ist sie überzeugt, es gibt einen Trend zu mehr Nachhaltigkeit im Spannungsfeld zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialen Fragen. Umfragen würden darauf hindeuten, dass Verbraucher heute mehr hinterfragen, unter welchen Bedingungen ihre Kleidung hergestellt worden ist. Sie wären auch bereit für nachhaltige Produkte mehr zu bezahlen. Elisabeth Peymann hat die Digitalisierung als Treiber zu mehr Transparenz ausgemacht. Kritik im Internet könne die Branche durchaus unter Druck setzen und sie zu Reaktionen zwingen, denn immer mehr Unternehmen bringen neue Produkte auf den Markt, die auf Ökologie setzen. Produktionsprozesse werden überdacht, verändert und optimiert. Neue Unternehmen betreten den Markt. Große Unternehmen gehen Kooperationen mit Neugründern ein, wie das Beispiel von Tchibo und dem Magdeburger Startup-Unternehmen kilenda zeigt. Statistiken zeigen auf, dass sich mit nachhaltig hergestellten Produkten Geld verdienen lässt.

 Ihr Fazit:  Unternehmen sollten auf Nachhaltigkeit setzen, wenn sie im Wettbewerb bestehen wollen, denn der Trend könne zum Standard werden. Nachhaltigkeit umfasst die gesamte Wertschöpfungskette und muss glaubwürdig sein.

Also, alles wird gut? Die lebhafte Diskussion nach dem Vortrag offenbarte, dass das Thema sehr komplex ist. Der Begriff Nachhaltigkeit ist zum Beispiel nicht eindeutig definiert, jedes Unternehmen kann diesen Begriff so auslegen wie es will. Im Handeln von Unternehmen und Konsumenten besteht generell ein Spannungsfeld zwischen „Wollen“, „Können“ und „Machen“.

Ein anderes Wort für „Nachhaltigkeit“ ist vielleicht „Bewusstsein“. Das Bewusstsein, dass mein Verhalten immer Folgen hat – für mich und meine Umwelt – positive, wie negative. Alles hängt eben irgendwie mit allem zusammen. Eine spannende Diskussion, diskutieren Sie weiter!

 

Text und Fotos von Florian Schreiter

 

 

Elisabeth Peymann - Absolventin der Hochschule Magdeburg/Stendal